Geschichte des Vereins

Die Bewohner in der Stadt am tosenden Laufen, einer gewaltigen Stromschnelle, waren schon seit Urzeiten mit dem Element Wasser verbunden. Die einen verdienten ihren Lebensunterhalt mit dem Fang von Fischen, vor allem Lachs/Salm, die anderen betätigten sich als Flösser und Laufknechte.

Im Jahr 1922 fand auf Initiative von Pontonier Schmid August die Gründungsversammlung statt. Im Gasthaus "zum Wilden Mann" fanden sich 22 interessierte Männer zu dieser Versammlung ein.

Es gab natürlich Höhen und Tiefen in der Vereinsgeschichte. in den Jahren 1924/25 hat der PFVL in harter Fronarbeit an den Platz in der "Badstube" mit Sand, den man bei der Sandbank oberhalb Laufenburg holte, ausgeebnet. Die "Badstube" war bis dahin eine felsige Einöde. Für diese Arbeit erhielt der Verein eine Entschädigung von 500. -Franken. Auf dem ausgeebneten Platz, der dem Kraftwerk gehörte, wurde 1925 das vereinseigene Depot gebaut. Es wurde Jahre später durch einen Anbau erweitert.

Die Kriegsjahre brachten harte Zeiten für die Grenzsektionen. Laufenburg musste die Pflichtfahrübungen bei Basel - Breite absolvieren. 1932, zehn Jahre nach der Gründung, konnte man einen Vereinsbanner einweihen. Die Fahnenweihe nahm Zentralpräsident Hptm Flücker vor. Das mit der Volksfest anlässlich der Fahnenweihe zeigte, dass der Pontonierfahrverein bei der Bevölkerung grosses Ansehen genoss.

Während all den Jahren kam der Verein finanziell so schlecht und recht über die Runden. Das hat sich erst in jüngerer Zeit mit der Austragung des Schlauchbootrennens geändert. Dieser Anlass hat auch der Jungpontonierbewegung Auftrieb gegeben.

An jedem Ostermontag marschierten Aktive, Jungpontoniere und Gäste von Laufenburg nach Brugg, um von dort mit den im Zeughaus gefassten Schiffen nach Laufenburg zurückfahren. Es gibt Mitglieder, die diese Tradition
schon jahrzehntelang mitmachten.


Ein besonderes Jahr war 1983. Der PFVL wollte sein altes Depot in der Badstube umbauen. Der damalige Gemeinderat hatte jedoch andere Pläne und verweigerte die Bewilligung. Der Sektion wurde ein neuer Standort oberhalb der Brücke beim Schwimmbad, angeboten. Gleichzeitig offerierte der Stadtrat das alte Schützenhaus als Behausung. Heute sind wir am neuen Standort sehr glücklich.

Ein weiteres Mal standen Laufenburg's Pontoniere im Rahmenlicht, nämlich bei der Feier zur Verleihung des Wakker - Preises an die Stadt Laufenburg im Jahr 1985. Im Rahmen dieses Festes führten wir Rundfahrten auf dem Rhein durch.

1989 war im Museum Schiff eine Ausstellung mit dem Thema "Schiffer - Flösser - Laufknechte". Auf Anfrage des Museumsvereins baute der Pontonierfahrverein ein originalgetreues Floss, in den Originalkostümen wurde das dieses dann auch gesteuert. Diese Fahrten haben bei der Presse und der Bevölkerung grosses Aufsehen erregt und den Pontonieren das verdiente Ansehen verschafft.

1993 führte der PFVL zum 13. Mai das beliebte Schlauchbootrennen durch. Dieser Anlass warb für die Pontoniersache und brachte bis zu 100 Mannschaften auf den Rhein.
Leider fand der Anlass Ende der 90er-Jahre, genauer gesagt 1998, das letzte Mal statt. Von den 100 Mannschaften blieben nur noch wenige Teilnehmer.

Etwas Neues musste her. So führt der inzwischen auf Pontoniersportverein umgetaufte Verein seit 2003 ein Fischessen direkt am Rhein durch. Es ist das Erste Pontonierfischessen des Jahres.

Ein Highlight aus der Neuzeit ist zweifelsohne die 2013 organisierte Schweizermeisterschaft der Jungpontoniere. Bei schönstem Wetter konnte dieser Anlass durchgeführt werden.

Eine Passage aus der Jubiläumsschrift zum 25 - Jahr - Jubiläum soll zum Schluss noch zitiert werden:" Der Wasserfahrer kämpft nicht mit einer Gegenpartei, er kämpft mit dem Element".

Traditionelle und aussergewöhnliche Anlässe

- 1947: 25 - Jahr - Jubiläum mit Wettfahren
- 1972: 50 - Jahr - Jubiläum und Rayonwettfahren der Rheinsektionen;
- 1965: Der PFVL organisiert das 1. Jungpontonierwettfahren.
- 2013: Jungpontonierschweizermeisterschaft in Laufenburg
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